Saalburg-Ebersdorf
Saalburg-Ebersdorf ist eine Stadt im Saale-Orla-Kreis in Thüringen, die am Bleilochstausee, dem größten Stausee Deutschlands, liegt.

Die Stadt entstand am 1. Januar 2003 durch gesetzlichen Zusammenschluss der Stadt Saalburg und der Gemeinde Ebersdorf/Thüringen. Die Stadtfläche beträgt 7.189,01 ha; die Einwohnerzahl liegt bei 3.873 (31. Dezember 2008).

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Schleiz, Tanna, Bad Lobenstein, Remptendorf und Burgk.

Zur Gemeinde gehören die Gemeindeteile Ebersdorf, Friesau, Kloster, Kulm, Pöritzsch, Raila, Röppisch, Saalburg, Schönbrunn, Wernsdorf und Zoppoten.

Die Stadt Saalburg geht vermutlich auf eine Gründung der Landgrafen von Thüringen zurück[2], war seit 1222 selbstständig und hatte einen engen historischen Bezug zum ehemaligen Fürstentum Reuß. 1930 eröffnete die Schleizer Kleinbahn AG eine elektrifizierte Bahnlinie nach Schleiz. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Betrieb jedoch nach 1995 eingestellt.

Saalburg war zwischen 1647 und 1666 Residenzstadt der Grafschaft Reuß-Saalburg. Ebersdorf war von 1678 bis 1848 Residenz des Fürstentums Reuß-Ebersdorf. Die pietistisch gesinnten Fürsten der Linie Reuß ließen im 18. Jahrhundert eine Ansiedelung der Herrnhuter Brüdergemeine in Ebersdorf bauen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 20-30 Arbeitskräfte aus den besetzten Ländern im Sägewerk Kurt Horn im Ortsteil Friesau sowie bei Bauern in den Ortsteilen Friesau, Röppisch, Schönbrunn und Zoppoten Zwangsarbeit verrichten. Auf dem Friedhof in Ebersdorf ruhen 12 KZ-Häftlinge eines Todesmarsches vom KZ Buchenwald nach dem KZ Flossenbürg, die von SS-Männern ermordet wurden. Auch auf den Dorfplätzen von Ebersdorf und Zoppoten 1985 errichtete Gedenksteine erinnern an dieses Geschehen. Am Strandpromenadenweg von Saalburg erinnern Gedenksteine an den Mord von 64 KZ-Häftlingen

Eingemeindungen
Am 6. Mai 1993 entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der vorher selbstständigen Gemeinden Ebersdorf, Friesau, Röppisch, Schönbrunn und Zoppoten die Einheitsgemeinde Ebersdorf/Thüringen mit ca. 2900 Einwohnern. Der Verwaltungssitz war in Ebersdorf.

In die Stadt Saalburg mit den zugehörigen Ortsteilen Kloster, Kulm, Pöritzsch und Wernsdorf wurde am 8. März 1994 der Ort Raila eingegliedert.

Wappen von Saalburg
Blasonierung: „Halbgespalten und geteilt; in den überhöhten oberen Feldern vorn in Rot ein goldener Löwe, hinten in Blau auf grünem Berg ein spitzbedachter silberner Rundturm, unten in Blau auf silbernen Wellen ein schwarzer Kahn.“

Das Wappen von Saalburg geht auf das älteste bekannte Siegel von 1387 zurück. In seiner heutigen Darstellung wurde das Wappen 1942 erstmals offiziell verwendet. Bei dem Löwen handelt es sich um den plauenschen. Der Bergfried gehörte zur 1913 eingestürzten Burg. Die Darstellung im unteren Feld weist auf die Lage der Stadt an der Saale hin und entstand nach dem Stau ca. 1935/36; im vorherigen Siegelbild befand sich ein Mann in einem Kahn


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